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Entsendung in Vertragsstaaten (ohne EU/EFTA)

Entsendebescheinigung

Ein Arbeitgeber, der einen Arbeitnehmenden entsenden möchte, stellt bei der zuständigen AHV-Ausgleichskasse einen Antrag auf Ausstellung einer Entsendebescheinigung (siehe Formulare).

Mit der Entsendebescheinigung bestätigt die Ausgleichskasse und gegebenenfalls der zuständige Unfallversicherer, dass während der Dauer der Beschäftigung des Arbeitnehmenden im anderen Staat, längstens aber während der im Abkommen vorgesehenen Entsendungsfrist, weiterhin die schweizerischen Rechtsvorschriften angewandt werden.

Der Arbeitnehmende muss vor seiner Entsendung in der Schweiz versichert gewesen sein, und es muss seitens des Arbeitgebers die Absicht bestehen, ihn auch nach Beendigung der Entsendung weiterhin zu beschäftigen.

Die Entsendebescheinigung ist dem für den Arbeitgeber am Ort der Erwerbstätigkeit zuständigen Versicherungsträger zukommen zu lassen.

Verlängerung der Entsendung: Ausnahmevereinbarung

Genügt die im jeweiligen Staatsvertrag vorgesehene Entsendungsfrist nicht zur Erfüllung der Aufgaben, können der Arbeitgeber und der Arbeitnehmende gemeinsam und vor Ablauf der Frist beim Bundesamt für Sozialversicherungen, Effingerstrasse 20, 3003 Bern, einen Antrag auf langfristige Entsendung oder Entsendungsverlängerung (Ausnahmevereinbarung) einreichen.

Eine Verlängerung wird nach internationaler Praxis nur dann bei den Behörden des anderen Staates beantragt, wenn die Entsendung insgesamt den Zeitraum von fünf bis sechs Jahren nicht überschreitet.

Wenn die ausländische Behörde ihr Einverständnis für eine Ausnahmeregelung gibt, wird dem Antragsteller und den beteiligten Versicherungsträgern eine entsprechende Bescheinigung zugestellt.

Detaillierte Informationen enthält das Merkblatt "Entsendungsmerkblatt Vertragsstaaten".